Die TSZ- Igelstation
Auch Wildtiere brauchen Hilfe
Wir planen deshalb eine ehrenamtlich geführte Igel-Auffangstation 
zur Überwinterung von hilfs- bzw. pflegebedürftigen Igeln, die aus
eigener Kraft nicht überleben würden.
Wir danken dem ersten Spender für eine grosszügige Spende
in Höhe von 1.000 EUR.
Möchten auch Sie dieses ehrenamtliche Projekt finanziell unterstützen?
Benutzen Sie hierzu die Kontodaten am Ende dieser Seite.
Nachfolgend ein paar Informationen über Igel und über unser Projekt.
Wissenswertes über das Wildtier "Igel“
Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Insektenfresser, die die kalte Jahreszeit im Winterschlaf
verbringen. Sie gehören erdgeschichtlich zu den ältesten heute noch existierenden Säugetieren. Ihre
Vorfahren lebten schon vor etwa 65 Millionen Jahren, ihr jetziges Aussehen besitzen diese Tiere seit
ungefähr 15 Millionen Jahren.
Ein interessanter Vergleich zu dieser langen Vorgeschichte: Der "moderne“ Mensch bewohnt unseren
Planeten erst seit ca. 2 Millionen Jahren.
Hier bei uns in Deutschland lebt der Braunbrust- oder West-Igel.
Erwachsene Igel haben eine Körperlänge von bis zu 28 cm und wiegen zwischen 800 und 1500 Gramm.
Ihr Stachelkleid unterscheidet sie von allen anderen einheimischen Säugetieren.
Igel ernähren sich hauptsächlich von Käfern, Regenwürmern, Schnecken, Spinnen und anderen Insekten.
Obst und Gemüse wird von ihnen nicht gefressen.
Die Paarungszeit der Igel liegt zwischen Mai und August. Nach einer Tragzeit von 35 Tagen kommen die
Jungen zur Welt. Im Alter von 25 Tagen verlassen die Kleinen erstmals das Nest und beginnen, auch
feste Nahrung aufzunehmen. Mit sechs Wochen sind die Jungtiere selbstständig und gehen dann
allmählich ihre eigenen Wege
Igel mit weißen Stacheln (Albinos) kommen nur sehr selten vor.
Die Weißfärbung ist auf einen Pigmentmangel zurückzuführen. Ansonsten 
sind Entwicklungsprozess und Vermehrung identisch mit dem ihrer
normalerweise braun- grau gefärbten Artgenossen.
Zur Überbrückung der nahrungsarmen Monate halten Igel Winterschlaf.
In dieser Zeit reduzieren sich ihre körperlichen Funktionen auf ein
Minimum. Die Herztätigkeit geht von rund 180 auf ungefähr 8 Schläge
pro Minute zurück; sie atmen dann nicht mehr 40 bis 50 Mal, sondern
nur noch 3 bis 4 Mal pro Minute. Die Körpertemperatur sinkt von 36 auf 5 Grad ab. Während des
Winterschlafs verlieren die Igel zwischen 20 und 40 Prozent ihres normalen Körpergewichts.
Brauchen Igel Hilfe?
Im Grundsatz gilt: Nicht jeder Igel braucht Hilfe, aber jede Hilfe muss richtig sein!
In jedem Fall hilfsbedürftig sind:
- verletzte Igel
- kranke Igel
(Sie gehen oft tagsüber auf Futtersuche oder laufen tagsüber herum; sie sind erkennbar apathisch und
rollen sich - völlig atypisch für Igel - nicht ein, ihr Körper ist abgemagert usw.)
- verwaiste Igelsäuglinge
(Igeljunge, die sich tagsüber ausserhalb ihres Nestes befinden, noch geschlossene Augen und Ohren
haben und sich kühl anfühlen, sind mutterlos und benötigen dringend Hilfe.)
- Igel, die nach Wintereinbruch, insbesondere auch bei Dauerfrost und Schnee, tagsüber
herumlaufen
(Es kann sich sowohl um kranke oder schwache Alttiere als auch um Jungtiere handeln, die spät geboren
sind und sich deshalb kein ausreichendes Winterschlaf-Fettpolster anfressen konnten.)
Wichtige Hinweise:
Es ist in Deutschland generell verboten, Tiere der besonders geschützten Arten - und dazu zählt auch der Igel -
an sich zu nehmen. Die gesetzlichen Vorschriften erlauben es jedoch, hilfsbedürftige Igel sachgemäß
aufzuziehen bzw. gesund zu pflegen.
Immer wieder wird in gewissen "Expertenkreisen“ die Meinung vertreten, man solle nicht in die natürliche
Selektion der Natur eingreifen. Konsequent zu Ende gedacht würde dies bedeuten, z.B. auch kranke oder
verletzte Alttiere sowie untergewichtige und daher nicht überwinterungsfähige Jungigel einfach ihrem Schicksal
zu überlassen. Solche Tiere würden einen substanz- und kräftezehrenden Winterschlaf selbstverständlich
niemals überstehen können.
Die Philosophie über die natürliche Selektion mag im Prinzip ja logisch sein, geht jedoch an der Igel-Realität
des 20./21. Jahrhunderts völlig vorbei. Die Existenzgrundlagen dieser Tiere verschlechtern sich rapide.
Pestizide und Insektizide vergiften auch die Igel-Nahrung, landwirtschaftliche Monokulturen und "aufgeräumte"
Gärten reduzieren den Lebensraum der Igel, weil geeignete Unterschlupf-Möglichkeiten fehlen, und dem
Straßenverkehr fallen Jahr für Jahr Tausende Igel zum Opfer.
Konkrete Igel-Hilfe:
Experimentieren Sie bitte nicht in eigener Regie! Unwissenheit schadet nur und bringt diesen Tieren keinen
Nutzen.
Machen Sie von der Beratung unseres Igelexperten Walter Tritschler, Telefonnummer 0 73 51 -
37 15 20 Gebrauch, wenn Sie einen mutmaßlich kranken/verletzten Igel beobachten
und bei sich aufnehmen (dies gilt insbesondere auch für tagaktive und oftmals
untergewichtige Jungigel zu Beginn bzw. während der kalten Jahreszeit).
Bieten Sie Igeln niemals Milch sondern nur sauberes Wasser als Getränk an. Milch führt unweigerlich zu
tödlichem Durchfall.
Wenn Ihr Gespräch mit uns zum Ergebnis hat, dass Hilfe angesagt ist, wird der von Ihnen gefundene
Igel zur weiteren Versorgung in unserer Igel-Station aufgenommen.
Hier erfolgt dann umgehend eine fachtierärztliche Untersuchung und Therapie. Für untergewichtige Jungigel
bedeutet dies, dass sie bei warmer Temperatur untergebracht und dadurch am Winterschlaf gehindert werden.
Geeignete Ersatzfuttermittel werden so lange angeboten, bis die Tiere ein schlaffähiges Körpergewicht von
ca. 800 Gramm erreicht haben. Im Anschluss daran werden die Igel in entsprechendem Kalt-Milieu gefahrlos
für die restlichen Wochen bzw. Monate überwintert, d.h., sie schlafen dann entsprechend ihrem natürlichen
Rhythmus bis zu Beginn des Frühjahrs.
Aus dem Winterschlaf erwachte Igel werden in unserer Igelstation mit Startfutter und Trinkwasser versorgt und
nach einigen im Freilauf verbrachten Tagen in geeigneter Umgebung (verkehrssicherer Lebensraum) wieder
ausgewildert. Erscheint im Einzelfall noch eine abschliessende tierärztliche Begutachtung erforderlich zu sein,
wird diese natürlich auch absolviert.
Selbstverständlich besteht für jeden Igel-Überbringer auch die Möglichkeit, "sein“ Tier wieder bei uns
abzuholen, um es am ursprünglichen Fundort selbst wieder in die Freiheit zu entlassen.
Unsere Igel-Station:
Die TSZ-Igel-Station befindet sich derzeit noch im Planungsstadium. Wir hoffen aber, hilfsbedürftige Igel
möglichst bald versorgen zu können.
Die Aufnahme und Versorgung hilfs- und pflegebedürftiger Igel erfolgt gebührenfrei, ebenso die Beratung
in Sachen "Igel". Was die Kosten für die Errichtung und den Betrieb der Igelstation angeht,
sind wir für die Unterstützung von Freunden dieser urzeitlichen und durch die
Begleitumstände unserer "modernen Zeit“ elementar in ihrer Existenz bedrohten Tiere sehr dankbar.
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Setzen Sie sich mit uns in Verbindung:
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